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ORTIVA

Zuletzt aktualisiert:
06.03.2017

Fungizid

Zulassungsnummer: 
2711
Gebindegröße: 
12 x 1 Liter Flasche, 4 x 5 Liter Kanister
Zusammensetzung: 
Wirkmechanismus: 
FRAC-Gruppe: 11
Formulierung: 
Suspensionskonzentrat
Wirkungsweise: 
Azoxystrobin hemmt den Elektronentransport in der Mitochondrienatmung der Schadpilze.

ORTIVA enthält den Wirkstoff Azoxystrobin, der zur chemischen Gruppe der ß-Methoxyacrylate (Strobilurinderivate) gehört. Er ist breit wirksam gegen wichtige Krankheiten an vielen Kulturen. Azoxystrobin hat in Pflanzen systemische und translaminare Eigenschaften. Azoxystrobin hemmt den Elektronentransport in der Mitochondrienatmung der Schadpilze. Die Wirkung von Azoxystrobin ist in erster Linie protektiv, der Wirkstoff muss daher vor oder zum Infektionsbeginn eingesetzt werden.

Fungizid zur Bekämpfung von Pilzkrankheiten in vielen Ackerbau- und Gemüsekulturen sowie auch in Hopfen.

Ackerbohne

Artischocke

Blattkohle

Blumenkohle

Buchweizen (Saatguterzeugung)

Buschbohne

Chicorée

Chinakohl

Echte Kamille (Blatt- und Blütennutzung, Verwendung als Arzneipflanze bzw. als teeähnliches Erzeugnis)

Endivie (Freiland)

Rechtlicher Hinweis

Mischbarkeit

Bei Anwendungen im Gewächshaus ORTIVA nicht in Mischungen ausbringen.
ORTIVA ist mit ARMURE®, REVUS®, SCORE®, SPYRALE®, ACTARA®, KARATE® ZEON, PIRIMOR®-GRANULAT, PLENUM® 50 WG, RIDOMIL® GOLD MZ, RIDOMIL® GOLD COMBI und SWITCH® mischbar.
Im Gemüse- und Zierpflanzenbau wird wegen der Vielfalt von Arten und Sorten und der unterschiedlichen Kulturbedingungen dringend empfohlen, vor der Ausbringung von Mischungen einen Probeeinsatz an Einzelpflanzen vorzunehmen.
In Zuckerrübe ORTIVA nur in Tank-Mischung mit Azolfungizden einsetzen.
Mischungen mit AHL, Ölen oder Netzmitteln können zu Schäden führen.
Es empfiehlt sich, Mischpartner in fester Form als Erstes in den Tank zu geben.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Für eventuelle negative Auswirkungen von uns nicht empfohlener Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.
Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit wenden Sie sich an die Syngenta Beratungshotline zum Ortstarif, Tel.-Nr. 0800-207181.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen. 1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen. 2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl). 3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln! 4. Produkt über die Einspülvorrichtung oder direkt in den Tank geben. 5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben. 6. Tank mit Wasser auffüllen. 7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von ORTIVA ist auf eine gute, gleichmäßige Verteilung der Spritzbrühe zu achten. Furchenbehandlung beim Legen der Kartoffeln: Eine direkte Benetzung des Pflanzguts mit ORTIVA muss aus Verträglichkeitsgründen vermieden werden. Dazu ist die Spritzflüssigkeit mit speziell am Legegerät angeordneten Düsen vor und nach der Knollenablage unmittelbar in den Boden zu applizieren. Bewährt hat sich dabei eine Verteilung von 1/3 der Wassermenge vor und 2/3 hinter der Knollenablage in den Erdstrom beim Abdecken der Pflanzknollen. Die unsachgemäße Anwendung von ORTIVA bei der Kartoffelpflanzung kann zu Auflaufverzögerungen oder Fehlstellen führen, deren Symptome denen unzureichender Pflanzgutqualität ähneln können. Es empfiehlt sich daher, Behandlungsfenster ohne Furchenbehandlung mit ORTIVA anzulegen. Eine solche Maßnahme erlaubt es, den Pflanzenaufgang in Abhängigkeit von Behandlung, Pflanzgutqualität und Umweltbedingungen zu erfassen und über weitere ackerbauliche Maßnahmen zu entscheiden.

Wasseraufwandmenge

Wasseraufwandmengen: Hopfen (in Abhängigkeit vom Kulturstadium): 1000 - 4000 l/ha im Spritzverfahren bzw. 700 - 2700 l/ha im Sprühverfahren (1,5-fach konzentriert), Kartoffel: Blattspritzung: Bewährte Wasseraufwandmenge 300 - 400 l/ha. Bei Kartoffeln mit starker Krautentwicklung sollte eine höhere Wasseraufwandmenge genommen werden. Furchenbehandlung: Wasseraufwandmenge von 200 l/ha nicht überschreiten, um eine Benetzung der Knollen durch Abtrift und eine Flüssigkeitsansammlung in den Augen der Pflanzknollen zu vermeiden. Raps: Bewährte Wasseraufwandmenge 200 - 400 l/ha. Zuckerrübe: Bewährte Wasseraufwandmenge 200 - 400 l/ha. Spargel: 600 - 1000 l/ha. Gurken und Zucchini im Freiland: 400 - 600 l/ha. Gurken und Tomaten im Gewächshaus und Zierpflanzen: bis 50 cm Pflanzenhöhe 600 l/ha, von 50 bis 125 cm Pflanzenhöhe 900 l/ha, über 125 cm Pflanzenhöhe 1200 l/ha.

Nachbau

Nach dem bestimmungsgemäßen und sachgerechten Einsatz von ORTIVA als Überkopfapplikation können im Rahmen der üblichen ackerbaulichen Fruchtfolge alle Kulturen (auch bei vorzeitigem Umbruch) nachgebaut werden. Nach vorzeitigem Umbruch von Kartoffelbeständen, die mit 3,0 l/ha ORTIVA bei der Pflanzung behandelt wurden, können auf diesen Flächen erneut Kartoffeln angebaut werden. Keine erneute Furchenbehandlung der nachgebauten Kartoffeln mit ORTIVA. Für den Anbau anderer Kulturen bitte Fachberatung einholen. Im Rahmen der üblichen ackerbaulichen Fruchtfolge können nach der bestimmungsgemäßen und sachgerechten Anwendung von ORTIVA zur Furchenbehandlung in Kartoffeln (Anwendung vor dem 1. Juli) alle ackerbaulichen Kulturen nachgebaut werden.

Geringfügige Verwendung

Ackerbohne, Gräser (zur Saatguterzeugung), Lupinen-Arten, Phacelia (zur Saatgutvermehrung), Tabak, Ackerbohne (Freiland), Puffbohne (Pferdebohne) (Freiland), Artischocke (Freiland), Buschbohne (Freiland), Chicorée (Freiland), Chinakohl (Freiland), Echte Kamille (Blatt- und Blütennutzung, Verwendung als teeähnliches Erzeugnis/Verwendung als Arzneipflanze) (Freiland), Erbse (Freiland), Erbse (Nutzung als "Baby Leaf"-Salat) (Freiland), Gemeine Ringelblume (Blatt- und Blütennutzung, Verwendung als teeähnliches Erzeugnis/Verwendung als Arzneipflanze) (Freiland), Gemüsefenchel (Freiland), Johanniskraut (Blatt- und Blütennutzung, Verwendung als teeähnliches Erzeugnis/Verwendung als Arzneipflanze) (Freiland), Knoblauch (Freiland), Knollensellerie (Freiland), Knollensellerie (Nutzung als Bundsellerie) (Freiland), Kohlgemüse (Nutzung als "Babay Leaf-"Salat) (Freiland), Kohlrabi (Freiland, unter Glas), Kohlrübe (Freiland), Kohlrübe (Nutzung als "Baby Leaf-"Salat) (Freiland), Speiserüben (Nutzung als "Baby Leaf-"Salat) (Freiland), Stielmus (Nutzung als "Baby Leaf-"Salat) (Freiland), Radieschen (Nutzung als "Baby Leaf-"Salat) (Freiland), Rettich (Nutzung als "Baby Leaf-"Salat) (Freiland), Kräuter (frisch) (Freiland), Kren (Freiland), Kürbis-Hybriden (mit genießbarer Schale) (Freiland), Melanzani (Auberginen) (unter Glas), Melonen (unter Glas), Minze-Arten (Blatt- und Blütennutzung, Verwendung als teeähnliches Erzeugnis/Verwendung als Arzneipflanze) (Freiland), Paprika (unter Glas), Pastinaken (Freiland), Patisson (mit genießbarer Schale) (Freiland), Porree (Lauch) (Freiland), Rettich (Freiland, unter Glas), Radieschen (Freiland, unter Glas), Rote Rübe (einschließlich gelber und weißer Formen) (Freiland), Rucola-Arten (Freiland), Salat (unter Glas), Endivie (unter Glas), Salat-Arten (Nutzung als "Baby Leaf-"Salat) (Freiland), Schalotten (Freiland), Schnittlauch (Bulbenanzucht) (Freiland), Schnittmangold (Freiland), Stielmangold (Freiland), Schwarzwurzel (Freiland), Speiserüben (Freiland), Speisezwiebeln (Nutzung als Trockenzwiebel) (Freiland), Spitzwegerich (Blatt- und Blütennutzung, Verwendung als teeähnliches Erzeugnis/Verwendung als Arzneipflanze) (Freiland), Stangenbohne (Freiland), Stangensellerie (Freiland, unter Glas), Topinambur (Freiland), Wurzelpetersilie (Freiland), Wurzelzichorie (Freiland), Zwiebelgemüse (Nutzung als Bundzwiebel) (Freiland), Erdbeeren (Freiland, unter Glas), Zierpflanzenkulturen (Freiland, unter Glas), Linse (Saatguterzeugung), Buchweizen (Saatguterzeugung), Kresse (Saatguterzeugung), Ölrettich (Saatguterzeugung), Kräuter (Saatguterzeugung)

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Bitte beachten Sie die Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung. Diese Informationen ersetzen nicht die Gebrauchsanleitung. Irrtum, Druckfehler und fehlerhafte Angaben vorbehalten.