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CALLISTO

Zuletzt aktualisiert:
22.11.2018

Herbizid

Zulassungsnummer: 
2726
Gebindegröße: 
12 x 1 Liter Flasche, 4 x 5 Liter Kanister
Zusammensetzung: 
Wirkmechanismus: 
HRAC-Gruppe: F2
Formulierung: 
Suspensionskonzentrat
Wirkungsweise: 
Indirekte Hemmung der Carotinoid-Biosynthese empfindlicher Pflanzen. Dadurch tritt eine photo-oxidative Zerstörung der grünen Blattpigmente ein, die zu Ausbleichungen grüner Pflanzenteile führt.

Der in CALLISTO enthaltene Wirkstoff Mesotrione gehört zur chemischen Gruppe der Callistemone (Triketone). CALLISTO ist ein überwiegend blattaktives Nachauflauf-Herbizid mit einer zusätzlichen Wirkungskomponente durch Aufnahme über die Wurzel. Dadurch werden, im Gegensatz zu ausschließlich blattaktiven Herbiziden, insbesondere empfindliche Unkrautarten, die über eine längere Zeitspanne verteilt auflaufen, bekämpft. Spät nach der Anwendung auflaufende Hirsen (zweite und dritte Welle) werden von CALLISTO allein unzureichend erfasst. Der Wirkstoff hemmt indirekt die Carotinoid-Biosynthese empfindlicher Pflanzen. In der Folge tritt eine photo-oxidative Zerstörung der grünen Blattpigmente ein, die zu Ausbleichungen grüner Pflanzenteile führt. Die ersten Wirkungssymptome treten 5 bis 7 Tage nach der Behandlung mit CALLISTO auf. Während eines Zeitraums von bis zu 14 Tagen nach Anwendung sterben empfindliche Unkräuter ab.

Herbizid zur Bekämpfung von Hühnerhirse in Mais, Zuckermais, Mohn, Lein und Chinaschilf.

Chinaschilf

Lein

Mais

Mohn

Zuckermais

Rechtlicher Hinweis

Mischbarkeit

CALLISTO ist mit vielen Herbiziden im Maisanbau (z. B. ELUMIS®, PEAK®, DUAL® GOLD, GARDO® GOLD, MAIS-BANVEL® WG, flüssig formulierte Bromoxynil-Herbizide, Sulfonylharnstoffe) mischbar. Mischungen mit Bentazon-Präparaten, AHL, Ölen oder anderen Netzmitteln können zu Schäden führen und werden nicht empfohlen.
Die Maisverträglichkeit von Tankmischungen ist stark witterungsabhängig.
Siehe auch Hinweise unter "Kulturverträglichkeit"!
Es empfiehlt sich, Mischpartner in fester Form als Erstes in den Tank zu geben.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Für eventuell negative Auswirkungen von uns nicht empfohlener Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.
Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit wenden Sie sich an die Syngenta-Beratungs-Hotline, Tel.-Nr. 0800-207181.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen. 1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen. 2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl). 3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln! 4. Produkt über die Einspülvorrichtung oder direkt in den Tank geben. 5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. 6. Tank mit Wasser auffüllen. 7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von CALLISTO ist auf eine gleichmäßige Benetzung der Unkräuter zu achten. Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden. Überdosierungen können Schäden an den Folgekulturen verursachen.

Wasseraufwandmenge

Bewährte Wasseraufwandmenge: 200-400 l/ha

Nachbau

Falls ein vorzeitiger Umbruch mit CALLISTO behandelter Maisbestände erforderlich wird, können auf diesen Flächen erneut Mais oder 4 Wochen nach der Anwendung und flacher Bodenbearbeitung Weidelgras oder 4 Wochen nach der Anwendung und tief-wendender Bodenbearbeitung (Pflugfurche) Sorghum-Hirse nachgebaut werden. Im Rahmen der üblichen ackerbaulichen Fruchtfolge können nach der bestimmungsgemäßen und sachgerechten Anwendung von CALLISTO (Einsatz vor dem 1. Juli) alle ackerbaulichen Hauptkulturen nachgebaut werden. Vor dem Nachbau zweikeimblättriger Zwischenfrüchte und empfindlicher zweikeimblättriger Hauptkulturen (z.B. Beta-Rüben, Erbsen, Ackerbohnen, Raps, Sonnenblumen, Gemüsekulturen) muss der Boden gepflügt werden. Der Nachbau von Getreide oder Gräsern ist auch nach flacher Bodenbearbeitung möglich. Unter ungünstigen Bedingungen (sandige, zur Austrocknung neigende Böden, Böden mit niedrigem pH-Wert (< 6,0), Böden mit geringer biologischer Aktivität oder hohem Gehalt an organischer Substanz (> 4 %), schlechte Bodenstruktur, Kälte, außerordentliche Sommer- oder Wintertrockenheit, Überlappung, Stressbedingungen für das Pflanzenwachstum) können vorübergehende Blattaufhellungen, Wuchshemmungen oder Ausdünnungen an empfindlichen nachgebauten zweikeimblättrigen Kulturen (z.B. Beta-Rüben, Erbsen, Ackerbohnen, Raps, Sonnenblumen und Gemüsekulturen) auftreten. Eine tief wendende Bodenbearbeitung nach der Maisernte sowie Boden-pH-Werte über 6,0 mindern das Risiko von Nachbauschäden an Folgekulturen deutlich. Daher wird auf Flächen mit einem pH-Wert deutlich unter 6,0 oder nach außerordentlicher Sommertrockenheit der Nachbau empfindlicher zweikeimblättriger Kulturen nicht empfohlen, wenn CALLISTO in der Vorkultur eingesetzt wurde.

Geringfügige Verwendung

Chinaschilf, Lein, Mohn, Zuckermais (Freiland)

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Bitte beachten Sie die Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung. Diese Informationen ersetzen nicht die Gebrauchsanleitung. Irrtum, Druckfehler und fehlerhafte Angaben vorbehalten.