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ELUMIS

Zuletzt aktualisiert:
30.11.2018

Herbizid

Zulassungsnummer: 
3210
Zusammensetzung: 
Wirkmechanismus: 
HRAC-Gruppe: F2 (Mesotrione)
B (Nicosulfuron)
Formulierung: 
Öldispersion
Wirkungsweise: 
Hemmung der Synthese wichtiger Aminosäuren sowie der Carotinoide, wodurch die photooxidative Zerstörung der grünen Blattpigmente ermöglicht wird.

ELUMIS enthält die Wirkstoffe Mesotrione und Nicosulfuron. Beide Wirkstoffe werden nach der Aufnahme rasch im Saftstrom der Pflanzen verteilt und zu den im Wachstum befindlichen Geweben verlagert. Nicosulfuron hemmt die Synthese wichtiger Aminosäuren in empfindlichen Ungräsern und Unkräutern. Mesotrione hemmt indirekt die Synthese der Carotinoide und ermöglicht so die photooxidative Zerstörung der grünen Blattpigmente in empfindlichen Pflanzen. Beide Wirkstoffe entfalten ihre Wirkung vorwiegend über das Blatt. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Wirkmechanismen und Wirkungsspektren ergänzen sich Mesotrione und Nicosulfuron zu einem breit wirksamen Herbizid, das alle einjährigen Ungräser einschließlich Hirse-Arten und breitblättrige Unkräuter in Mais auch in fortgeschrittenen Wachstumsstadien erfasst. Die ersten Wirkungssymptome treten etwa 7 Tage nach der Behandlung auf. Während eines Zeitraums von bis zu 14 Tagen nach Anwendung sterben die behandelten Unkräuter ab.

Herbizid zur Bekämpfung von breitblättrigen Unkräutern und Ungräsern einschließlich Hirse-Arten in Mais.

Mais

Rechtlicher Hinweis

Mischbarkeit

ELUMIS ist mischbar mit CALLISTO®, DUAL GOLD®, GARDO® GOLD, PEAK® und MAIS-BANVEL® WG.
Die Verträglichkeit von Tankmischungen mit ELUMIS ist stark witterungsabhängig. Bei Ausbringung einer Mischung mit MAIS-BANVEL WG ist unbedingt auf eine trockene und möglichst warme Witterung zu achten.
Mischungen mit Bromoxynil-Präparaten sowie Zusätze von Ammonnitratharnstofflösung (AHL), Ölen, Netzmitteln und Blattdüngern bergen je nach Witterungsbedingungen ein Risiko für die Maisverträglichkeit und werden daher nicht generell empfohlen.
Siehe auch Hinweise unter "Kulturverträglichkeit"!
Beim Ansetzen von Tankmischungen ist folgende Reihenfolge einzuhalten: 1. Tank zur Hälfte mit Wasser füllen - 2. Mischpartner zusetzen - 3. ELUMIS zusetzen - 4. Tank mit Wasser auffüllen.
Es empfiehlt sich, Mischpartner in fester Form als Erstes in den Tank zu geben.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Für eventuelle negative Auswirkungen von uns nicht empfohlener Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.
Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit wenden sie sich an die Syngenta Beratungs-Hotline, Tel.-Nr. 0800-207181.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen. 1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen. 2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl). 3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln! 4. Produkt über das Einspülsieb oder direkt in den Tank geben. 5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzbrühe beigeben. 6. Tank mit Wasser auffüllen. 7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen. Keine Feinstfilter mit Maschendichten über 60 mesh (nicht feiner als 60 Maschen je Zoll) verwenden.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von ELUMIS ist auf eine gleichmäßige Benetzung der Unkräuter zu achten. Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden. Überdosierungen können Schäden an den Folgekulturen verursachen. Es ist darauf zu achten, dass Spritznebel nicht auf empfindliche benachbarte Kulturen oder Flächen, die zur Bestellung mit solchen Kulturen vorgesehen sind, (z. B. Getreide, zweikeimblättrige Kulturen, Spargel u. a. Gemüsearten) gelangt.

Wasseraufwandmenge

Bewährte Wasseraufwandmenge: 200-400 l/ha

Nachbau

Falls ein vorzeitiger Umbruch mit ELUMIS behandelter Maisbestände erforderlich wird, kann auf diesen Flächen 4 Wochen nach der Anwendung und tief-wendender Bodenbearbeitung (Pflugfurche) erneut Mais nachgebaut werden. Im Rahmen der üblichen ackerbaulichen Fruchtfolge erlaubt der unter üblichen Bodentemperatur- und -feuchtigkeitsverhältnissen nahezu vollständige Abbau der Wirkstoffe im Boden nach bestimmungsgemäßer und sachgerechter Anwendung von ELUMIS (Einsatz vor dem 1. Juli) den Nachbau aller ackerbaulichen Hauptkulturen. Vor dem Nachbau zweikeimblättriger Zwischenfrüchte und empfindlicher zweikeimblättriger Hauptkulturen (z. B. Beta-Rüben, Erbsen, Ackerbohnen, Raps, Sonnenblumen, Gemüsekulturen) sollte der Boden aus Sicherheitsgründen gepflügt werden. Unter ungünstigen Bedingungen (sandige, zur Austrocknung neigende Böden, Böden mit niedrigem pH-Wert [< 6,0], Böden mit geringer biologischer Aktivität oder hohem Gehalt an organischer Substanz [> 4 %], schlechte Bodenstruktur, Kälte, außerordentliche Sommer- oder Wintertrockenheit, Überlappung, Stressbedingungen für das Pflanzenwachstum) können vorübergehende Blattaufhellungen, Wuchshemmungen oder Ausdünnungen an Wintergetreide oder empfindlichen nachgebauten zweikeimblättrigen Kulturen (z. B. Beta-Rüben, Erbsen, Ackerbohnen, Raps, Sonnenblumen und Gemüsekulturen) auftreten. Daher wird auf Flächen mit einem pH-Wert deutlich unter 6,0, auf leichten Böden mit geringer Bodengüte, nach ausschließlicher Minimalbodenbearbeitung und außerordentlicher Sommertrockenheit der Nachbau empfindlicher zweikeimblättriger Kulturen nicht empfohlen, wenn ELUMIS in der Vorkultur eingesetzt wurde. Eine tief wendende Bodenbearbeitung nach der Maisernte sowie Boden-pH-Werte über 6,0 mindern das Risiko von Nachbauschäden an Folgekulturen erheblich.

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Bitte beachten Sie die Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung. Diese Informationen ersetzen nicht die Gebrauchsanleitung. Irrtum, Druckfehler und fehlerhafte Angaben vorbehalten.