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PEAK

Zuletzt aktualisiert:
21.11.2018

Herbizid

Zulassungsnummer: 
3200
Zusammensetzung: 
Wirkmechanismus: 
HRAC-Gruppe: B
Formulierung: 
Wasserdispergierbares Granulat (im wasserlöslichen Folienbeutel)
Wirkungsweise: 
Der Wirkstoff wirkt nach seiner Verteilung hemmend in die Aminosäuresynthese ein.

Der Wirkstoff Prosulfuron wird vor allem über die grünen Pflanzenteile, aber auch über die Wurzeln der Unkräuter aufgenommen. Daher besitzt er neben einer anfänglichen Kontakt- auch eine Bodenwirkung. Prosulfuron wird rasch aufgenommen und in der Pflanze im Saftstrom (Phloem, Xylem) vorwiegend zu den im Wachstum befindlichen Geweben transportiert. Nach Verteilung in der Pflanze greift der Wirkstoff hemmend in die Aminosäuresynthese ein. Empfindliche Unkräuter reagieren nach der Anwendung von PEAK mit sofortigem Wachstumsstillstand und sterben nach anfänglicher Gelb- oder Rotverfärbung allmählich ab.

Herbizid zur Bekämpfung von einjährigen zweikeimblättrigen Unkräutern in Mais im Nachauflaufverfahren.

Mais

Rechtlicher Hinweis

Mischbarkeit

PEAK ist mit vielen Herbiziden im Maisanbau (z. B. ELUMIS®, CALLISTO®, CALARIS®, MAIS-BANVEL® WG, GARDO® GOLD, DUAL GOLD®, Bromoxynil-Herbiziden) mischbar. Die Anwendung von PEAK in Kombination mit Additiven auf Öl- oder Netzmittelbasis erweitert das Wirkungsspektrum und erhöht die Wirkungssicherheit auf bereits aufgelaufene Unkräuter. Gleiches gilt für öl- oder netzmittelhaltige Mischpartner.
Wegen der Unverträglichkeit des wasserlöslichen Folienbeutels darf PEAK nicht mit Düngesalzen, insbesondere Borsäure-haltigen Produkten, gemischt werden.
Es empfiehlt sich, Mischpartner in fester Form als Erstes in den Tank zu geben.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Für eventuelle negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.
Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit wenden Sie sich an die Syngenta Beratungs-Hotline, Tel.-Nr. 0800-207181.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen. 1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen. 2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl). 3. Benötigte Anzahl wasserlöslicher Folienbeutel der Packung entnehmen und ungeöffnet in den Spritztank geben. Siebeinsatz ggf. herausnehmen, da Einspülen über ein Sieb nicht immer möglich ist. 4. Bei Anwendung in Tankmischung den Folienbeutel mit PEAK zuerst in den Tank geben und erst nach vollständiger Auflösung des wasserlöslichen Folienbeutels den Mischpartner zugeben. 5. Tank mit fehlender Wassermenge auffüllen. 6. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Beim Ausbringen von PEAK ist auf eine gleichmäßige Benetzung der Unkräuter zu achten. Überdosierung und Abdrift sind zu vermeiden. Überdosierungen können Schäden an den Folgekulturen verursachen.

Wasseraufwandmenge

Bewährte Wasseraufwandmenge: 200 - 400 l/ha

Nachbau

Falls ein vorzeitiger Umbruch mit PEAK behandelter Maisbestände erforderlich wird, können 4 Wochen nach der Anwendung und tief-wendender Bodenbearbeitung (Pflugfurche) Mais, Sorghum-Hirse und Weidelgräser nachgebaut werden. Im Rahmen der üblichen ackerbaulichen Fruchtfolge können nach der bestimmungsgemäßen und sachgerechten Anwendung von PEAK (Einsatz vor dem 1. Juli) alle ackerbaulichen Hauptkulturen nachgebaut werden. An noch im Anwendungsjahr nachgebauten zweikeimblättrigen Zwischenfrüchten sind Schäden möglich. Unter ungünstigen Bedingungen (z. B. sandige, zur Austrocknung neigende Böden, Böden mit geringer biologischer Aktivität, schlechte Bodenstruktur, außerordentliche Sommer- oder Wintertrockenheit, Überlappung) können im Einzelfall Wachstumsbeeinträchtigungen an nachgebauten Zucker- und Futterrüben, Buchweizen, Sonnenblumen, Saatwicke, Luzerne, Kleearten und empfindlichen Gemüsearten (z. B. Fenchel, Kopfsalat, Linsen, Spinat, Mangold, Karotten, Petersilie, Rote Bete, Melone, Brunnenkresse, Chicorée, Endivie, Lauch) auftreten.

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Bitte beachten Sie die Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung. Diese Informationen ersetzen nicht die Gebrauchsanleitung. Irrtum, Druckfehler und fehlerhafte Angaben vorbehalten.