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Zetrola Syngenta

ZETROLA

Zuletzt aktualisiert:
01.02.2018

Herbizid

Zulassungsnummer: 
2928/901
Zusammensetzung: 
Chemische Familie
Chinoxaline
Wirkmechanismus: 
HRAC-Gruppe: A (Propaquizafop)
Formulierung: 
Emulgierbares Konzentrat (Emulsionskonzentrat)

Der Wirkstoff Propaquizafop wird über die Blätter der Ungräser aufgenommen und in der Pflanze im Saftstrom (Phloem, Xylem) zu den meristematischen Geweben transportiert und verteilt. Der Wirkstoff greift hemmend in die Fettsäuresynthese der Pflanzen ein. Sichtbar wird die Wirkung durch Vergilbung der Blätter verbunden mit einem raschen Wachstumsstillstand und anschließendem Absterben der Blätter.
Im frühen Wirkungsverlauf lassen sich die jüngsten Blätter aus der Blattscheide herausziehen.

Herbizid zur Bekämpfung von Ungräsern in Winterraps und weiteren Kulturen

Ackerbohne

Futtererbse

Futterrübe

Kartoffel

Rote Rübe

Sojabohne

Sonnenblume

Süßkartoffel

Winterraps

Zuckerrübe

Mischbarkeit

ZETROLA ist mischbar mit Fungiziden (z.B. ORTIVA®, TOPREX®), Insektiziden (z. B. KARATE® ZEON) und Herbiziden (z.B. BELVEDERE®, GOLTIX® GOLD, GOLTIX® TITAN) mischbar.
Mischpartner in fester Form werden als erstes Produkt in den Tank gegeben.
Tankmischungen mit aminosäure- bzw. lecithinhaltigen Formulierungen empfehlen wir nicht.
In Kartoffeln können Mischungen mit ZETROLA und Herbiziden bzw. Fungiziden zu Blattaufhellungen führen, die sich jedoch zügig wieder verwachsen.
Im Winterraps kann die Behandlung mit ZETROLA im Nachauflauf sowohl im Herbst als auch im Frühjahr erfolgen. Insbesondere bei der Anwendung im späten Herbst können niedrige Temperaturen nach der Anwendung zu einer verzögerten Wirkung führen.
Wir empfehlen gegen Ausfallgetreide und Ackerfuchsschwanz in Raps eine Aufwandmenge von 0,5 l/ha ZETROLA bis zur Bestockung der Ungräser (bis BBCH 19). Ab der Bestockung der Ungräser (ab BBCH 21) empfehlen wir 0,7 l/ha. Mit einer Aufwandmenge von 1,0 l/ha ZETROLA wird bereits eine gute Zusatzwirkung auf Quecke erzielt.
Kombinationen mit metazachlorhaltigen Herbiziden sind in Raps möglich, wenn zum Zeitpunkt der Applikation Ungräser und Ausfallgetreide ausreichend aufgelaufen sind und mindestens das 2- bis 3-Blattstadium erreicht haben.
ZETROLA ist in Raps und Kartoffeln mischbar mit Ammonnitratharnstofflösung (AHL, Markenware), Harnstoff (in pflanzenverträglicher Menge) und Blattdünger, soweit es für die Kultur zulässig ist.
In Raps sollte ZETROLA aufgrund der Empfindlichkeit der Kultur im frühen Entwicklungsstadium erst ab 4 echten Laubblättern mit AHL ausgebracht werden. AHL-Gaben bis zu 15 kg N/ha (entsprechen 42 Liter AHL) sind möglich, wenn zugleich eine Wasserverdünnung von 1 Teil AHL auf 3-5 Teile Wasser eingehalten wird. Bei Anwendungen von ZETROLA mit AHL in Kartoffeln ist auf eine ausreichende Wachsschicht zu achten.
Mischungen mit bentazonhaltigen Herbiziden sind nicht möglich.
Es empfiehlt sich, Mischpartner in fester Form als Erstes in den Tank zu geben.
Mischungen umgehend ausbringen. Standzeiten vermeiden. Während Arbeitspausen Rührwerk laufen lassen.
Gebrauchsanleitungen der Mischpartner sind zu beachten.
Für eventuelle negative Auswirkungen durch von uns nicht empfohlene Tankmischungen, insbesondere Mehrfachmischungen, haften wir nicht, da nicht alle in Betracht kommenden Mischungen geprüft werden können.
Bei weiteren Fragen zur Mischbarkeit wenden Sie sich an die Syngenta Beratungs-Hotline zum Ortstarif, Tel.-Nr. 0800-207181.

Ansetzvorgang

Spritzflüssigkeitsreste sind zu vermeiden. Es ist nur so viel Spritzflüssigkeit anzusetzen, wie tatsächlich benötigt wird. Es ist daher sinnvoll, die erforderliche Spritzflüssigkeitsmenge genau zu berechnen. Insbesondere bei größeren Spritzbehältern bietet sich die Verwendung eines Durchflussmengenmessgerätes bei der Tankbefüllung an. Beim Ansetzvorgang wird die Verwendung von üblicher Schutzausrüstung empfohlen.
1. Tank mit der Hälfte der benötigten Wassermenge füllen.
2. Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl).
3. Produkt vor dem Einfüllen kräftig schütteln!
4. Produkt über das Einspülsieb oder direkt in den Tank geben.
5. Entleerte Präparatbehälter sorgfältig ausspülen und Spülwasser der Spritzflüssigkeit beigeben.
6. Tank mit Wasser auffüllen.
7. Spritzflüssigkeit sofort nach dem Ansetzen bei laufendem Rührwerk ausbringen.

Spritztechnik

Bei der Anwendung sind die Grundsätze der Guten Fachlichen Praxis zu beachten.
Angesetzte Spritzbrühe nicht für längere Zeit im Spritzfass stehen lassen.
Ständige Kontrolle des Spritzflüssigkeitsverbrauches während der Arbeit in Bezug zur behandelten Fläche. Ein Durchfluss- und Dosiermessgerät bietet sich als technisches Hilfsmittel an.
Während der Fahrt und während der Ausbringung Rührwerk laufen lassen.
Nach Arbeitspausen Spritzbrühe erneut sorgfältig aufrühren.

Wasseraufwandmenge

Wasseraufwandmenge: 200-400 l/ha

Nachbau

Nach der Anwendung von ZETROLA können im Rahmen der üblichen Fruchtfolge alle Kulturen nachgebaut werden. Bei vorzeitigem Umbruch kann jede zweikeimblättrige Kultur nachgebaut werden. Getreide, Mais und Grassaat können nach vorheriger Bodenbearbeitung vier Wochen nach der Applikation ausgesät werden.

Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen. Bitte beachten Sie die Warnhinweise und -symbole in der Gebrauchsanleitung. Diese Informationen ersetzen nicht die Gebrauchsanleitung. Irrtum, Druckfehler und fehlerhafte Angaben vorbehalten.