Taegro

Schutz vor Oidium neu denken

Die Bedeutung biologischer Pflanzenschutz-Lösungen nimmt derzeit kontinuierlich zu. Taegro ist ein neues Bio-Fungizid mit einem ausgesprochen günstigen Umweltprofil. Es ermöglicht neue Bekämpfungsstrategien im Weinbau - sowohl in der konventionellen, als auch in der ökologischen Produktion.

Scroll down

Ihre Vorteile von Taegro im Überblick

Flexible Lese durch sehr kurze Wartezeit

Problemfreie Verträglichkeit auch bei hohen Temperaturen

Günstiges Profil für Anwender und Umwelt

Vielfältige Nutzen im praktischen Einsatz

Ein breiter Strauß an Produkteigenschaften charakterisiert Taegro. Daraus leiten sich viele Vorteile im praktischen Einsatz für den Winzer ab.
EigenschaftBeschreibungVorteile
RückstandsprofilDer Wirkstoff von Taegro wird als „low risk“ Substanz eingestuft. Daher muss keine Rückstandshöchstmenge festgelegt werden
  • Sehr kurze Wartezeit
  • Keine Einschränkungen bei der Vermarktung nach LEH - Kriterien bzw. beim Export
ÖkotoxprofilTaegro ist nicht bienengefährlich und hat keinen negativen Einfluss auf Wasserorganismen.
  • Schont Bestäuber
  • Keine Abstandsauflagen
AnwenderprofilIm Vergleich zu den meisten chemisch-synthetischen Fungiziden wurden für Taegro nur wenige Anwenderschutzauflagen erteilt.
  • Keine spezielle Schutzkleidung notwendig
  • Kurze Wiederbetretungsfristen
  • Einfach in der Umsetzung, auch mit Fremdarbeitskräften
ResistenzprofilBacillus amyloliquefaciens in Taegro wirkt auf multiple Weise. Es gibt keine Kreuzresistenz zu anderen Wirkstoffgruppen
  • Nicht resistenzgefährdet
  • Schützt Wirksamkeit chemisch-synthetischer Fungizide
EinsatzprofilTaegro ist mit einer geringen Aufwandmenge formuliert.
  • Schnelles Ansetzen der Spritzbrühe
  • Geringer Lagerraumbedarf
  • Ohne Einschränkungen mischbar
VerträglichkeitsprofilIn allen Prüfungen unter Versuchs- und Praxisbedingungen wurden keinerlei Schäden an Blättern und Trauben beobachtet.
  • Einsatz auch bei hohen Temperaturen möglich
  • Problemfrei verträglich in allen Sorten

Wirkungsweise

Die Wirksamkeit von Taegro beruht auf Bacillus amyloliquefaciens, das in der Natur als Bodenbakterium vorkommt. Es hemmt das Wachstum der Schadpilze auf mehrfache Weise:

Produktion fungizider Metaboliten

Wettbewerb um Besiedelungsfläche auf der Oberfläche von Blättern und Früchten

Stimulation pflanzeneigener Abwehrmechanismen

Die Gefahr, dass Erreger resistent werden gegenüber Taegro ist aufgrund der multiplen Wirkungsweise außerordentlich gering. Es gibt keine Kreuzresistenzen zu anderen Wirkstoffen. In kombinierten Programmen stellt Taegro damit einen Anti-Resistenzbaustein dar.

Produktprofil

AktivsubstanzBacillus amyloliquefaciens(Stamm FZB24)
FormulierungWasserlösliches Pulver (WP)
WirkungsspektrumEchter Mehltau (nur bedingt wirksam)
Botrytis (zur Befallsminderung)
Wirkungsweise• Produktion fungizider Metaboliten
• Wettbewerb um Besiedelungsfläche auf der Oberfläche von Blättern und Früchten
• Stimulation pflanzeneigener Abwehrmechanismen
Aufwandmenge300 g/10.000 m2 Laubwandfläche (max. 370 g/ha) gegen Oidium und Botrytis
Anwendungenmax. 10
ZulassungszeitraumKeltertrauben: BBCH 61-85, Tafeltrauben: BBCH 61-89
WartezeitKeltertrauben: 8 Tage, Tafeltrauben: 1 Tag
Verkaufsgebinde370 g
Gewässerabstand3/3/3/3

Anwendung

Taegro sollte grundsätzlich vorbeugend und nur in befallsfreien Anlagen eingesetzt werden.

Ein Anwendung bei Tagestemperaturen unter 15°C wird nicht empfohlen, da die Entwicklung der Bakterien bei kühler Witterung stark verzögert ist.

Schwerpunktempfehlung für Kombi - Spritzfolgen:

Dynali ist auch gegen Schwarzfäule und Roter Brenner zugelassen. Topas ist auch gegen Schwarzfäule zugelassen. In Summe nicht mehr als max. 4 Behandlungen mit den Produkten Dynali oder Topas durchführen. In Summe nicht mehr als 3 Behandlungen mit Pergado und Ampexio durchführen.

Empfehlung für Spritzfolgen im ökologischen Anbau:

*bei hohem Befallsdruck Kalium-Bicarbonat-Produkte in Spritzfolge einbauen. Zwei Behandlungen mit Cumatol mit niedrigerer Dosierung kann die maximale Anzahl der Behandlungen (4x) erhöht werden, solange der für die Kultur und das Jahr vorhergesehene Gesamtmittelaufwand nicht überschritten wird. Max. 4 kg Reinkupfer/ha inkl. aller Kupferprodukte.

Biocontrols – Neue Wege gehen

Die Anforderungen der Verbraucher und des Handels an Qualität, Nachhaltigkeit und Regionalität der landwirtschaftlichen Produkte insbesondere der Sonderkulturen haben sich deutlich verschärft.

Mehr zu Biocontrol